Optimierte Leistung in einem modernen Workflow
Beschichtetes Papier ist zu einem Eckpfeiler des hochwertigen Digitaldrucks geworden und bietet eine Oberfläche, die speziell auf die spezifischen Anforderungen der Toner- und Tintenstrahltechnologie zugeschnitten ist. Im Gegensatz zu herkömmlichen Offsetdruckmaschinen trägt der Digitaldruck Tinte oder Toner direkt aus einer digitalen Datei ohne statische Platten auf und erzeugt so einzigartige Interaktionen mit dem Papier. Die Ton- oder Kalziumkarbonatbeschichtung dieser Platten sorgt für eine außergewöhnlich glatte, versiegelte Oberfläche. Dies minimiert die Punktzunahme (das Ausbreiten der Tinte) und ermöglicht gestochen scharfe Details, lebendige Farbwiedergabe und überragende Bildklarheit. Die Leistung hängt von Schlüsselfaktoren ab: der Fähigkeit des Papiers, der Hitze und elektrostatischen Aufladungen tonerbasierter Druckmaschinen standzuhalten, und seiner optimierten Porosität für eine präzise Tintenaufnahme in Tintenstrahlsystemen.
Entscheidende Vorteile für die digitale Ausgabe
Der Hauptvorteil der Verwendung von beschichtetem Papier in Digitaldruckmaschinen ist die außergewöhnliche Drucktreue. Die geschlossene Oberfläche verhindert, dass Tinte in die Papierfasern eindringt, sodass sie oben bleibt, was zu einer höheren Farbdichte und einem größeren Farbraum führt. Dies ist von entscheidender Bedeutung für Marketingmaterialien, Fotobücher und Premium-Berichte, bei denen die visuelle Wirkung im Vordergrund steht. Darüber hinaus erhöht die Beschichtung die Helligkeit des Papiers und sorgt für einen kontrastreicheren „Weißpunkt“, der die Farben hervorhebt. Bei funktionalen Dokumenten sorgt die glatte Oberfläche dafür, dass der Text auch bei kleinen Schriftgrößen klar und gut lesbar bleibt.
Wichtige Leistungsvorteile
- Verbesserte Farbbrillanz: Pigmente und Toner sitzen auf der Oberfläche und maximieren das Reflexionsvermögen und die Farbsättigung.
- Überlegene Bilddetails: Die minimale Punktzunahme ermöglicht scharfe Halbtöne und feine Details in Fotos und Grafiken.
- Verbesserte Tinten-/Tonerhaftung: Technische Beschichtungen sind so formuliert, dass sie sich ordnungsgemäß mit digitalen Tinten und elektrostatisch übertragenen Tonern verbinden.
- Gleichbleibende Qualität: Liefert vorhersehbare, einheitliche Ergebnisse bei Kleinauflagen und Druckaufträgen mit variablen Daten.
Navigieren durch die beiden wichtigsten digitalen Technologien
Die Leistung variiert erheblich zwischen den beiden vorherrschenden digitalen Druckmaschinentypen: elektrofotografisch (Toner/LED) und Tintenstrahl. Die Auswahl des richtigen beschichteten Blechs für die Technologie ist entscheidend für den Erfolg.
Für tonerbasierte / LED-Druckmaschinen
Diese Druckmaschinen, beispielsweise von Xerox, HP Indigo und Konica Minolta, nutzen Hitze und Druck, um trockenen oder flüssigen Toner auf dem Papier zu verschmelzen. Beschichtetes Papier muss eine ausgezeichnete Hitzestabilität und einen niedrigen Feuchtigkeitsgehalt aufweisen, um Wellenbildung, Blasenbildung oder eine schlechte Tonerhaftung zu verhindern. Die Oberfläche muss außerdem über die richtigen elektrischen Eigenschaften verfügen, um den elektrostatischen Übertragungsprozess zu unterstützen. Zu glatte Blätter können zu Registrierungsproblemen führen. Die meisten großen Papierfabriken produzieren spezielle beschichtete Blätter in „Digitalqualität“, die für die Verwendung auf großen Druckmaschinenmodellen getestet und zertifiziert sind.
Für Produktions-Inkjet-Druckmaschinen
Hochgeschwindigkeits-Tintenstrahldrucker für die Produktion (von Unternehmen wie Ricoh, Canon und Fujifilm) schleudern winzige Tröpfchen wasserbasierter Tinte auf das Papier. Dabei sind die Porosität und Saugfähigkeit der Beschichtung entscheidend. Es muss den flüssigen Träger schnell absorbieren und gleichzeitig die Farbstoffe auf der Oberfläche halten, um Glanz und Dichte aufrechtzuerhalten. Spezialisiert Inkjet-beschichtete Papiere verfügen oft über eine mikroporöse Beschichtung, die für diese sofortige Trocknung ausgelegt ist. Die Verwendung eines standardmäßigen, mit Offsetdruck beschichteten Papiers auf einer Tintenstrahldruckmaschine kann zu schlechter Trocknung, Verschmieren und stumpfen Farben führen.
Praktische Überlegungen und Auswahlhilfe
Um eine optimale Leistung sicherzustellen, müssen Drucker mehrere praktische Faktoren berücksichtigen, die über den reinen Glanzgrad hinausgehen. In der folgenden Tabelle werden die wichtigsten Überlegungen für die Verwendung von gestrichenem Papier im Digital- und herkömmlichen Offsetdruck gegenübergestellt:
| Rücksichtnahme | Schwerpunkt Digitaldruck | Schwerpunkt Offsetdruck |
| Feuchtigkeitsgehalt | Muss sehr niedrig sein, um Wellenbildung durch die Hitze der Fixiereinheit zu verhindern. | Verträgt höhere Feuchtigkeit; Wasser ist Teil des Offsetprozesses. |
| Elektrische Oberflächeneigenschaften | Entscheidend für die ordnungsgemäße Tonerübertragung; erfordert einen spezifischen Widerstand. | Weitgehend irrelevant. |
| Porosität der Beschichtung | Hoch für Tintenstrahldrucker; auf Tonerhaftung kontrolliert. | Konzipiert für das Aushärten und Trocknen von ölbasierter Tinte. |
| Papierwellung | Ein Hauptproblem aufgrund der gerichteten Wärmeanwendung. | Weniger kritisch; Feuchtigkeitsbedingte Locken treten häufiger auf. |
Auswahl-Checkliste
- Kompatibilität der Presse: Wählen Sie immer Papier aus, das für Ihren spezifischen Digitaldrucktyp gekennzeichnet oder zertifiziert ist (z. B. „HP Indigo Certified“, „Production Inkjet Optimized“).
- Finish und Funktion: Wählen Sie ein Finish (glänzend, matt, satiniert), das zu Ihrer Aufgabe passt. Glanz verstärkt die Farbe, Matt reduziert die Blendung bei textlastigen Dokumenten und Satin sorgt für Ausgewogenheit.
- Gewicht und Steifigkeit: Höhere Gewichte (z. B. 170 g/m²) sorgen für eine längere Haltbarkeit der Deckblätter, stellen Sie jedoch sicher, dass der Einzug und die Fixiereinheit Ihrer Druckmaschine damit umgehen können.
- Tests vor dem Druck: Führen Sie insbesondere bei großen Aufträgen einen Live-Pressetest durch. Überprüfen Sie die Welligkeit, Haftung und Bildqualität und korrigieren Sie eventuelle Farbprofilunterschiede.
Die besten Ergebnisse erzielen: Praktiken im Drucksaal
Um die Leistung von gestrichenem Papier in einer digitalen Umgebung zu maximieren, ist eine sorgfältige Verwaltung des Drucksaals erforderlich. Das Papier sollte vor dem Drucken 24 bis 48 Stunden lang im Drucksaal akklimatisiert werden, um seine Temperatur und Feuchtigkeit an die Umgebung anzupassen und so Einzugs- und Wellungsprobleme drastisch zu reduzieren. Die Verwendung von vom Hersteller empfohlenen Farbprofilen (ICCs), die für das jeweilige Papier entwickelt wurden, ist für die Farbgenauigkeit unerlässlich. Schließlich ist die Aufrechterhaltung der optimalen Fixiertemperatur und des Anpressdrucks bei Tonerdruckmaschinen oder die Sicherstellung der richtigen Trocknereinstellungen bei Tintenstrahldruckmaschinen der letzte Schritt, um einen dauerhaften, wischfreien Druck zu gewährleisten, der das volle Potenzial der beschichteten Oberfläche ausschöpft.
Häufige Fallstricke, die es zu vermeiden gilt
- Mischen von Papiertypen: Drucken Sie offsetbeschichtete Bögen nicht ohne ausdrückliche Kompatibilitätsbestätigung auf einer Hochgeschwindigkeits-Inkjet-Druckmaschine aus.
- Faserrichtung ignorieren: Bei Tonerpressen werden Blätter mit langer Faserrichtung (Faserrichtung parallel zur Druckrichtung) zuverlässiger zugeführt und wellen sich nicht.
- Den Testdruck überspringen: Führen Sie immer einen Test durch, um den Fixierversatz (Rückübertragung des Toners auf die Rückseite der Blätter) oder Probleme mit der Tintentrocknung zu prüfen.











